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Palestrina


PALESTRINA - FÜRST DER MUSIK

oder: Die Befreiung der Musik

Szene aus dem Film PalestrinaAls der italienische Musiker Giovanni Pierluigi da Palestrina (Ioannis Petri Loisij Praenestini), kurz Palestrina genannt,1594 in Rom starb hinterließ er ein Lebenswerk von über 950 Kompositionen. Bei allen Stücken - bis auf wenige Ausnahmen - handelt es sich um vokale Kirchenmusik im a-cappella-Stil, also im kontrapunktischen vielstimmigen Vokalstil. Dieser Stil, der durch zwei Jahrhunderte hindurch Gültigkeit gehabt hatte, erreicht im Werk Palestrinas seine höchste Vollendung und seinen Abschluß zugleich. Doch nicht nur das.


Etwas ganz wichtiges und neues zeichnet den individuellen Stil Palestrinas aus: und das ist der Raum, die Luft zwischen den Stimmen. Man kann von Raumweiten sprechen innerhalb eines vielstimmigen Gefüges. Mit Palestrina wird die Musik zum erstenmal frei und schafft sich einen neuen Klang, den man als "inneren Raumklang" bezeichnet hat. Raum bekommt erst durch Palestrina eine große Bedeutung in der Musik, fast wie die Perspektive in der Architektur seiner Zeit, der Renaissance. Nicht zufällig hat man Palestrinas Stellung in der Kunstgeschichte mit der Michelangelos verglichen, eines frühen Zeitgenossen. Wie Michelangelo die gesamte Architektur nach ihm beeinflußt hat, so hat erst Palestrina den Weg für die großen Komponisten des Barock, der Klassik und indirekt der Moderne vorbereitet.


Im Zentrum des Films steht neben seiner Musik Palestrina als besondere Künstler-Persönlichkeit der Renaissance. Er selbst, der ja Spiegel seiner Zeit ist, wird im Reflex seiner Zeitgenossen präsentiert. Auf diese Weise kommen wir dem Charakter dieses großen Künstlers wohl am nächsten: ein Musiker der zwischen Demut und raffinierter Klugheit, mit großer Disziplin und Beharrlichkeit seine Werke schuf.

DEN FILM IN STREAMING SEHEN

ITALIEN, 52', HD, Farbe
Produktion: Brintrup Filmproduktion/ LICHTSPIEL ENTERTAINMENT / ZDF / ARTE

DARSTELLER Domenico Galasso - Iginio; Stefano Oppedisano - Annibale; Claudio Marchione - Cristoforo; Renato Scarpa - Mons. Cotta; Achille Brugnini - Gioacchino; Remo Remotti - Filippo Neri; Giorgio Colangeli - L. Barré; Pasquale di Filippo - G. Severini; Franco Nero - D. Ferrabosco; Daniele Giuliani - il giovane Palestrina; Bartolomeo Giusti - l'anziano Palestrina; Patrizia Bellezza - Virginia Dormuli; Francesca Catenacci - Lucrezia Gori; Jobst Grapow - cardinale Vitelli
MUSIKER Antonio Giovannini - Altstimme; Jean Nirouët - Altstimme; Maurizio Dalena - Tenor;
Renato Moro - Tenor; Raimundo Pereira - Tenor; Luigi Petroni - Tenor; Aurio Tomicich - Bass; Andrea Damiani - Laute; Andrea Coen - Orgel und Flöte; Elisabetta Di Filippo - Tamburin; Radu Marian - Sopranist
CHÖRE Ensemble Seicentonovecento - Cappella Musicale di San Giacomo - Coro di Voci bianche "J. J. Winckelmann"
TANZ Choreographie - Gloria Giordano
LEITUNG Flavio Colusso - Kapellmeister; Donatella Casa – Leitung des Kinderchors
KAMERA Benny Hasenclever, Paolo Scarfó, Piergiorgio Mangiarotti, Oliver Kochs, Jorge Alvis
TON Francesco Sardella
KOSTÜME Raffaele Golino
SZENENBILD Änne Schatz-Kölsch
GRAPHIK Carmine de Lillo
3DFX Piero Perilli
BUCH Georg Brintrup, Mario Di Desidero
REGIE / SCHNITT Georg Brintrup
REDAKTION Christopher Janssen
PRODUKTION Lichtspiel Entertainment GmbH im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mir ARTE - Scarfilm Italia
PREMIERE Auditorium Parco della Musica, Roma am 11. November 2009
ERSTSENDUNG ARTE Deutschland und Frankreich am 15.März 2010
WIEDERHOLUNGEN RAI 3 - RAI educational - RAI storia - SVT
FESTIVALS

Prix International du Documentaire e du Reportage Mediterraneen - 15esima edizione
11-th International Television Festival ECO, Ohrid Macedonia - 02 - 05 June 2010
AAFF 2010 COMPETITION - AsoloArtFilmfestival
Golden Prague International Television Festival - october 16 - 20, 2010
L'AQUILA INTERNATIONAL FILMFESTIVAL - october 20 - 24, 2010

FIFA - Festival International du Film sur l'Art - Montreal - march 17 - 27, 2011
Galerie mit Fotos aus dem Film